Impact X – Max Gulde

Heute zu Gast bei Impact X: Max Gulde, Gründer des Luft- und Raumfahrtunternehmens Constellr, einem Spinoffs des Faunhofer-Instituts, mit dem er die Ernährungsknappheit auf diesem Planeten bekämpfen möchte.

Die Macht von Informationen und KI auf unsere Entscheidungen

Wer Informationen erschafft oder lenkt, hat Macht über die physikalische und soziale Welt. Während es sich bei diesen Personen vor einigen Jahren noch um Kritiker, Journalisten oder Medienstars handelte, sind es heutzutage faktisch die Algorithmen der großen Big-Tech-Giganten. Entscheidungen werden nicht im Internet gefällt, sondern bis heute in den Köpfen der Menschen. Daran kann selbst Social-Media nichts ändern. Die Frage ist jedoch, inwiefern diese digitalen Medien die Macht haben, unsere Entscheidungen zu beeinflussen.

Realitätsverlust und Blasen als Chance für Unternehmer und Investoren

Man sollte meinen, dass es mindestens einen Punkt gibt, der uns alle eint: die uns umgebende Realität der physischen Welt. Wir können Informationen in Millisekunden auf dem gesamten Planeten verteilen und damit die Kohärenz innerhalb von Gemeinschaften über größere Entfernung erhöhen. Erst dadurch wird es möglich, dass sich Gemeinschaften über größere Entfernungen bilden können. Praktisch führt dies aber nicht zu einer immer höheren Kohärenz einer Weltgemeinschaft, sondern zu einer immer stärker fragmentierten Welt von verschiedenen Informationsblasen.

Was hat Demographie mit Nachhaltigkeit zu tun? 

Es gibt ein paar unbequeme Wahrheiten, über die kein Politiker, Unternehmer und auch keine Zeitung reden möchte. Wir leben als Menschheit im Ungleichgewicht mit unserem Lebensraum, weil es von unserer Spezies einfach zu viele gibt.

Unsere Bequemlichkeit darf nicht die Zukunft zerstören!

Fortschritt entsteht durch Anwendung von Innovation. Wir verlassen uns in den letzten Jahren zu sehr darauf, dass der Staat unsere Probleme löst und uns vor Veränderungen bewahrt. Die Wohlfühlnarrative halten uns vom eigenen aktiven Problemlösen ab. Dadurch besteht die Gefahr, dass wir zu einer immer starreren mit uns selbst beschäftigten Gesellschaft werden.

Führung in der Krise

Ja, die letzten Jahre mit Corona, Supply-Chain-Problemen und einem Krieg in Europa waren und sind anstrengend für Unternehmer und Manager, für Mitarbeiter und für jeden Bürger. Von Krisen aus dem Blickwinkel der Weltwirtschaft zu sprechen, wäre nicht angemessen.

Knappheit gestalten und die Krise zur Transformation nutzen

Zeitenwende oder eine neue Ära? Wir Menschen versuchen zu begreifen, was sich gerade in unserer Welt abspielt: Eine neue Sicherheitslage, ein neues Verständnis für die Zerbrechlichkeit unserer Gesellschaft durch einen winzigen weltweiten Virus und die sich daraus ergebenden massiven Lieferkettenprobleme. Unsere globale Wirtschaft ist in Summe nicht flexibel und robust genug, um die externen Störungen der letzten zwei Jahre zu bewältigen. Da nutzen auch keine weiteren Geldinjektionen von Regierungen.