Was uns Menschen wirklich ausmacht
Was uns Menschen wirklich ausmacht (pixabay.com / Antranias)

Was uns Menschen wirklich ausmacht

Frühe Erfahrungen im menschlichen Leben und deren Einfluss auf die Hirnentwicklung sind Gerald Hüthers Spezialgebiet, dort ist er in seinem Element, zu diesen Themen hat er schon unzählige Bücher geschrieben. Bei seinem Werk „Etwas mehr Hirn, bitte: Eine Einladung zur Wiederentdeckung der Freude am eigenen Denken und der Lust am gemeinsamen Gestalten“ merkt man auf Anhieb, dass es ein Herzensbuch Hüthers ist – ein Jahr hat er sich dafür von Vorträgen und Auftritten zurückgezogen.

Hüther trägt zwar nur Dinge zusammen, die wir irgendwo schon einmal gehört haben (wie er selbst auch angibt), aber er tut das in einer Intensität und auf eine Art und Weise, die berührt und die unter die Haut geht. Alles scheint so einfach und logisch auf der Faktenebene. Das Gesamtbild jedoch, das Hüther im Leser zu erwecken vermag, bewegt im Innersten.

Bewusstmachen unseres menschlichen Potentials

Hier einige Fakten und Aspekte aus diesem Buch:

  • Unser Gehirn passt sich unabhängig von Vorgeschichte, Bildung und Genen an die aktuellen Bedürfnisse an. Es ist also nie zu spät, sich auf den Weg zu machen.
  • Unser Gehirn strebt nach Kohärenz, dem Zustand möglichst geringen Energieverbrauches. Angst und Schmerz sind in uns Menschen echte Energiefresser.
  • Was uns Menschen ausmacht, ist unsere skalierende Selbstorganisation – von den Einzellern, die wir beherbergen, bis hin zu unserem Gehirn und unserem Selbst.
  • Wir können als Individuum nur durch Beziehungen existieren. Wir können uns nur durch Beziehungen entwickeln. Wir brauchen einander und können allein mit Ratio faktisch nicht existieren.
  • Potentialentfaltung: Jeder von uns ist also Bereiter und Entwickler für das Leben der Menschen in unserem Umfeld.
  • Wenn wir wollen und daran denken, können wir unser eigenes Leben und das vieler anderer mit Achtsamkeit und Aufmerksamkeit lebenswert machen.

Diese Punkte gelten nicht nur für unser Gehirn, sondern haben auch direkten Einfluss auf das Zusammenleben in funktionierenden Gemeinschaften. Es liegt an uns und es ist nie zu spät auf andere zuzugehen und das Leben gemeinsam zu gestalten!

“Jeder von uns ist Bereiter und Entwickler für das Leben der Menschen in unserem Umfeld #Potentialentfaltung“

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Inspiration finden und sich berühren lassen

Aber eigentlich ist diese Rezension sinnlos: Denn die Erfahrungen müssen wir im Zusammenspiel mit anderen Menschen, also in aktiven Beziehungen, selber machen. Da nützt eigentlich weder diese Rezension noch das Buch an sich.

Was ich jedoch versichern kann: dieses Buch schafft eine Intensität der Gedanken und berührt einen beim Lesen so sehr, dass man neugierig auf die Veränderung durch neue Beziehungen wird.

Also: Lesen und berühren lassen und damit sich selber und die Menschen im eigenen Umfeld ein Stückchen glücklicher machen.

Weitere Lese-Empfehlungen zu den Themenbereichen Digitale Transformation und Entrepreneurship gibt es hier auf meinem Blog oder direkt bei Amazon.

Gerald Hüther
Etwas mehr Hirn, bitte: Eine Einladung zur Wiederentdeckung der Freude am eigenen Denken und der Lust am gemeinsamen Gestalten
Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, 187 Seiten, 20,00 Euro
Kindle Ausgabe 15,99 Euro

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